Ekzem (Atopische Dermatitis)
Das atopische Ekzem ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung mit genetischer Grundlage. Die Hautbarriere ist gestört – Feuchtigkeit geht verloren, Reizstoffe und Allergene dringen leichter ein. Typisch sind trockene, juckende, gerötete Haut, oft in den Beugen von Armen und Knien. Das Ekzem verläuft in Schüben und beginnt häufig im Kindesalter, kann aber auch im Erwachsenenalter erstmals auftreten.
Die Behandlung zielt auf die Wiederherstellung der Hautbarriere (rückfettende Pflege), die Kontrolle von Entzündungsschüben (topische Kortikosteroide, Calcineurininhibitoren) und – bei schwerem Verlauf – auf systemische Therapien inkl. Biologika.
Psoriasis (Schuppenflechte)
Psoriasis ist eine chronische Autoimmunerkrankung, bei der sich Hautzellen zu schnell erneuern. Das Ergebnis: scharf begrenzte, rötliche Plaques mit silbrig-weissen Schuppen, häufig an Ellbogen, Knien und Kopfhaut. Psoriasis ist nicht ansteckend. Die Erkrankung kann mit Gelenkbeschwerden einhergehen und hat häufig psychosoziale Auswirkungen. Die Therapie reicht von topischen Präparaten über Lichttherapie bis zu modernen Biologika.
Akne
Akne ist keine rein jugendliche Erkrankung. Immer mehr Erwachsene – besonders Frauen – sind betroffen. Ursächlich sind erhöhte Talgproduktion, Verhornungsstörungen der Haarföllikel und die Besiedlung mit Cutibacterium acnes. Die Behandlung richtet sich nach Schweregrad: von topischen Retinoiden bis zu Isotretinoin bei schwerer Verlaufsform.
Wann zur Dermatologin?
Wenn Hautsymptome länger als zwei bis drei Wochen anhalten, sich ausbreiten, stark jucken oder brennen, oder wenn rezeptfreie Mittel keine Wirkung zeigen – dann ist eine fachärztliche Abklärung sinnvoll.




