Date
March 30, 2026

Was passiert bei trockener Haut?

Gesunde Haut hält Feuchtigkeit durch eine intakte Barriereschicht: Lipide (Fette) zwischen den Hautzellen bilden eine Art Schutzfilm, der Wasserverlust minimiert und Reizstoffe draussen hält. Ist diese Barriere gestört, verdunstet Feuchtigkeit schneller – die Haut wird trocken, spannt, juckt und reagiert empfindlicher auf äussere Einflüsse.

Medizinisch spricht man von einer gestörten Hautbarriere (epidermalen Barrieredefekt). Das ist kein rein kosmetisches Problem – es ist ein Funktionsproblem der Haut.

Häufige Ursachen

Genetische Veranlagung: Bei atopischer Dermatitis (Neurodermitis) ist die Barriere strukturell geschwächt – oft durch Mutationen im Filaggrin-Gen, das für die Barrierearchitektur entscheidend ist.

Äussere Einflüsse: Häufiges Händewaschen, aggressive Reinigungsprodukte, trockene Heizungsluft, kalte Winterluft und UV-Exposition schädigen die Lipidschicht.

Alter: Mit zunehmendem Alter produziert die Haut weniger Talgdrüsenaktivität und Keramide – trockene Haut wird häufiger und intensiver.

Systemische Ursachen: Schilddrüsenerkrankungen, Diabetes, Nierenerkrankungen oder Mangelnährung können sich in trockener, juckender Haut manifestieren. Auch bestimmte Medikamente – etwa Diuretika oder Retinoide – trocknen die Haut aus.

Wann ist trockene Haut behandlungsbedürftig?

Wenn die Haut trotz regelmässiger Pflege stark spannt, juckt oder sich schüppt, sollte eine fachärztliche Abklärung erfolgen. Gleiches gilt, wenn sich entzündliche Stellen, Risse oder nassen Areale entwickeln – das können erste Zeichen eines Ekzems oder einer anderen Hauterkrankung sein.

Was wirklich hilft

Rückfettende Pflege: Präparate mit Ceramiden, Harnstoff (Urea), Glycerin oder Shea-Butter stärken die Barriere nachweislich. Produkte ohne Duft- und Konservierungsstoffe bevorzugen.

Richtig duschen: Kurz, lauwarm, mit milden pH-neutralen Produkten. Danach sofort eincremen – am besten auf noch leicht feuchter Haut.

Raumklima: Luftfeuchtigkeit von 40–60 % im Wohn- und Schlafbereich reduziert die Austrocknung der Haut – besonders im Winter bei Heizungsluft.

Bei medizinisch bedingter Trockenheit: gezielte Therapie der Grunderkrankung, ergänzt durch dermatologisch empfohlene Pflegeprodukte.

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